Anhang zur Konzernrechnung

Allgemeine Informationen

Die Zug Estates Holding AG mit Sitz in Zug, Schweiz, ist eine schweizerische Aktien­gesellschaft, deren Aktien an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert sind.

Grundlagen

Die vorliegende, nicht geprüfte Konzernrechnung wurde in Übereinstimmung mit der Fachempfehlung zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER 31, welche im Vergleich zur Jahresrechnung Verkürzungen zulässt, sowie den besonderen Bestimmungen für Immobiliengesellschaften von Art. 17 der Richtlinie betreffend Rechnungslegung der SIX Swiss Exchange erstellt und vermittelt ein den tatsäch­lichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die in der vorliegenden Konzernrechnung angewandten Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert zu den in der Konzernrechnung per 31. Dezember 2020 wiedergegebenen Grundsätzen.

Bewertungsmethode und Bewertungstechnik für die Immobilien

Als Grundlage für die Bewertung der zu Renditezwecken gehaltenen Immobilien dienten die per 30. Juni 2021 durchgeführten Verkehrswertschätzungen (Update-Bewertungen) durch einen anerkannten unabhängigen Immobilienexperten (Wüest Partner AG) nach der DCF-Methode. Die Bewertungsmethodik und -technik wurde im Rahmen der Halbjahresrechnung 2021 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis blieb gegenüber dem Jahresabschluss per 31. Dezember 2020 unverändert.

Auswirkungen COVID-19-Pandemie


Segment Immobilien

Die COVID-19-Pandemie beeinflusste auch im ersten Halbjahr 2021 das Geschäftsergebnis. Zwischen dem 22. Dezember 2020 und dem 30. Mai 2021 mussten die Restaurationsbetriebe aufgrund des staatlich verordneten zweiten Lockdowns geschlossen werden. Retailmieter mussten ihre Läden vom 18. Januar 2021 bis 28. Februar 2021 erneut schliessen. Erfreulicherweise war der Lockdown weniger restriktiv als im Vorjahr, und unsere Mieter profitierten von weitergehenden staatlichen Unterstützungsmassnahmen. Diverse Retailmieter haben Mietzinserlassgesuche eingereicht, welche noch nicht vollständig beurteilt werden konnten. Für gewährte und potenzielle Mietzinsreduktionen wurden in der Erfolgsrechnungsposition «Liegenschaftenertrag» konsolidiert TCHF 186 (Vorjahresperiode: TCHF 692) berücksichtigt. Die ausstehenden Mietzinsforderungen im Zusammenhang mit dem Lockdown betragen per Stichtag TCHF 66 (TCHF 14 per 31. Dezember 2020). Weitere unmittelbare finanzielle Folgen sind im Segment Immobilien nicht entstanden.

Segment Hotel und Gastronomie

Die teilweise Schliessung unserer Gastronomiebetriebe zwischen dem 22. Dezember 2020 und dem 30. Mai 2021 sowie die nach wie vor geringe Geschäftsreisetätigkeit führten weiterhin zu deutlichen Umsatzeinbrüchen, welche insbesondere die Erfolgsrechnungspositionen «Ertrag Hotel & Gastronomie» sowie «Weitere Erträge aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit» betreffen.

Für einen Grossteil der Mitarbeitenden des Segments Hotel & Gastronomie wurde Kurzarbeit eingeführt. Im Personalaufwand sind Kurz­arbeits­entschädigungen von TCHF 702 (Vorjahresperiode: TCHF 807) als Aufwandreduktion enthalten.

Bezogen auf die Abschreibungen wurden weder Nutzungsdauern noch Abschreibungssätze angepasst.

Der in diesem Segment resultierende Verlust führte, kumuliert mit dem Vorjahr, zu einem latenten Steuerguthaben von TCHF 155 (TCHF 140 per 31. Dezember 2020).

In der Segmentsberichterstattung wurde zugunsten des Bereichs Hotel & Gastronomie eine konzerninterne Mietzinsreduktion von TCHF 500 berücksichtigt (Vorjahresperiode: TCHF 1 225), welche keinen Einfluss auf den konsolidierten Liegenschaftenertrag hat.

Die Hotelbusiness Zug AG hat staatliche Härtefallbeiträge erhalten. Im Berichtszeitraum sind unter den «Sonstigen betrieblichen Erträgen» A-fonds-perdu-Beiträge im Umfang von TCHF 2 100 enthalten. Der nicht rückzahlbare Beitrag darf ausschliesslich zur Finanzierung des betrieblichen Nettoumlaufvermögens des Unternehmens verwendet werden. Die Gewährung der Härtefallbeiträge ist zudem an Bedingungen geknüpft, deren Nichteinhaltung zur teilweisen oder vollständigen Rückzahlung der gewährten Zuwendungen führen kann. Einerseits hat die Hotelbusiness Zug AG einen allfälligen im Jahr 2021 resultierenden steuerbaren Jahresgewinn an den Kanton weiterzuleiten. Dies jedoch höchstens im Umfang der erhaltenen Beiträge. Andererseits darf sie 2021 sowie für die drei darauffolgenden Jahre oder bis zur Rückzahlung der erhaltenen Hilfen keine Dividenden oder Tantiemen ausschütten, keine Kapitalrücklagen auszahlen und keine Darlehen an ihre Eigentümer vergeben.

Inanspruchnahme staatlicher Kredithilfen

Die Zug Estates Gruppe hat keine COVID-19-Kredite ­beansprucht.

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Renditeliegenschaften, Renditeliegenschaften im Bau und unbebaute Grundstücke

Die Diskontsätze für die Bewertung der Renditeliegenschaften und der Rendite­liegenschaften im Bau bewegten sich am Bilanzstichtag in einer Bandbreite von real 2.45 bis 3.35% (31. Dezember 2020: real 2.50 bis 3.35%).

Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungssatz beträgt real 2.92 bzw. nominal 3.44% (31. Dezember 2020: real 2.98 bzw. nominal 3.49%).

Zusätzliche Angaben pro Liegenschaft befinden sich auf den Seiten 22 und 23 dieses Berichts.

2  Liegenschaften zur Veräusserung

In den zur Veräusserung bestimmten Renditeliegenschaften ist das Objekt Hof­strasse 1 a/b, Zug, enthalten, welches 2019 umklassiert wurde. Das Objekt konnte im ersten Halbjahr 2021 mit einem Gewinn vor Steuern von TCHF 7 317 veräussert werden.

3  Promotionsliegenschaften

Im ersten Halbjahr 2020 wurden die verbliebenen 49 der insgesamt 85 Stockwerkeigentumswohnungen des Promotionsprojekts Aglaya in Risch Rotkreuz mit zugehörigen Nebennutzungen (Parkplätze und Disporäume) mit einem Gewinn vor Steuern von TCHF 9 490 veräussert.

4  Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten von TCHF 581 433 per 30. Juni 2021 (31. Dezember 2020: TCHF 591 770) gliedern sich in Hypothekardarlehen bei Finanzinstituten im Umfang von TCHF 381 743 (31. Dezember 2020: TCHF 392 144) sowie in Anleihen mit einem Bilanzwert von TCHF 199 690 (31. Dezember 2020: TCHF 199 626).

Die Finanzverbindlichkeiten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

Die durchschnittliche Restlaufzeit des verzinslichen Fremdkapitals beträgt 3.9 Jahre (31. Dezember 2020: 4.3 Jahre). Der durchschnittliche kapitalgewichtete Zinssatz aller verzinslichen Finanzverbindlichkeiten liegt bei 1.3% (31. Dezember 2020: 1.3%).

Zur Sicherung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Liegenschaften mit einem Bilanzwert von TCHF 908 425 (31. Dezember 2020: TCHF 896 416) belastet.

In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalzinsen im Umfang von TCHF 25 (Vor­periode: TCHF 263) aktiviert.

Am 17. Februar 2017 wurde eine Anleihe mit einem Volumen von TCHF 100 000 und einer Laufzeit bis zum 17. Februar 2022 liberiert. Zudem wurde am 2. Oktober 2019 ein Green Bond mit einem Volumen von TCHF 100 000 und einer Laufzeit bis zum 2. Oktober 2025 ausgegeben. Die Transaktionskosten wurden bei der Ersterfassung vom Emissionserlös in Abzug gebracht. Die Differenz zwischen Buchwert und Rück­zahlungs­betrag wird über die Laufzeit linear zugeschrieben und beträgt per 30. Juni 2021 TCHF 310 (31. Dezember 2020: TCHF 374).

5  Aktienkapital

Das Grundkapital setzt sich per 30. Juni 2021 wie folgt zusammen:

Per 30. Juni 2021 hält die Zug Estates Holding AG keine eigenen Aktien (31. Dezember 2020: keine eigenen Aktien) und hat sowohl in der Berichtsperiode wie auch in der Vorperiode keine eigenen Aktien gehandelt.

Die nicht ausschüttbaren gesetzlichen Reserven betragen per 30. Juni 2021 unverändert TCHF 7 625 (31. Dezember 2020: TCHF 7 625).

6  Kennzahlen und Konzernergebnis pro Aktie

Das Eigenkapital pro Aktie zeigt sich wie folgt:

Der NAV zu Marktwert je Aktie berechnet sich wie folgt:

Der NAV zu Marktwert pro Aktie berücksichtigt die betrieblich genutzten Liegenschaften zu Marktwerten. Die Marktwerte der Betriebsliegen­schaften werden einmal jährlich zum Jahresende durch den unabhängigen Liegenschaftsschätzer ermittelt.

Das Ergebnis pro Aktie berechnet sich wie folgt:

7  Liegenschaftenertrag

Die ausgewiesenen Erlöse aus Vermietung von Liegenschaften von TCHF 29 765 (1. Halbjahr 2020: TCHF 28 195) stellen Ist-Mieterträge dar. In dieser Position sind die Einnahmen aus sämtlichen Liegenschaften enthalten.

Die einzelnen Vertragsverhältnisse mit externen Mietern zeigten zum Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten:

Auf die fünf grössten Mietergruppen entfallen per 30. Juni 2021 zusammen 27.5% der Mieterträge (per 31. Dezember 2020: 27.5%). Diese gliedern sich wie folgt:

8  Ertrag Hotel & Gastronomie

Der Geschäftsbereich Hotel & Gastronomie setzt sich aus folgenden Kategorien zusammen:

9  Segmentsberichterstattung

Die Geschäftstätigkeit der Gruppe gliedert sich in die Geschäftsbereiche Immo­bilien und Hotel & Gastronomie.

Sämtliche erzielten Umsätze wurden im Kanton Zug erwirtschaftet.

Die Segmentselimination des Betriebsertrags bzw. des Betriebsaufwands berücksichtigt im ersten Halbjahr 2021 eine Mietzinsreduktion zugunsten des Segments Hotel & Gastronomie von TCHF 500 (im 1. Halbjahr 2020 TCHF 1 225).

Das Eigentum am gesamten Portfolio – also Rendite- wie auch Betriebs­liegenschaften – liegt beim Geschäftsbereich Immobilien. Bei einer integrierten Betrachtung des Geschäftsbereichs Hotel & Gastronomie, das heisst bei Zurechnung der von diesem genutzten Liegenschaften sowie sämtlicher damit verbundenen Aufwendungen und Gutschrift der an den Geschäftsbereich Immobilien bezahlten Miete, hat der Geschäftsbereich Hotel & Gastronomie in der Berichtsperiode ein operatives Ergebnis von CHF 0.9 Mio. (Vorjahresperiode: CHF –1.1 Mio.) erwirtschaftet.